CSU Werkstattgespräch Wirtschaft

CSU-Werkstattgespräch Wirtschaft: Entscheidend ist eine leistungsfähige Infrastruktur und ein attraktives Umfeld.      
Vor kurzem lud die CSU im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Werkstattgespräche“ interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Thema Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung in den Landshuter Hof ein. Zur Vorbereitung des Wahlprogramms der CSU für die kommenden Stadtrats- und Oberbürgermeisterwahlen wurden Meinungen und Anregungen der betroffenen Kreise diskutiert. Es moderierte Christian Steer.

Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich interessierte Unternehmer, Verbandsvertreter und Bürger auf Einladung der Landshuter CSU Landshuter Hof. Nach einem Grußwort des Kandidaten für die kommende Oberbürgermeisterwahl, Dr. Thomas Haslinger, führte Christian Steer in die Agenda ein und stellte einen Appell voran: Zum einen bat er, bei allen Ideen und Wünschen die Frage der Finanzierbarkeit im Blick zu behalten. Zum anderen möge die Diskussion auf Themen beschränkt bleiben, für die eine kommunale Zuständigkeit besteht.

Das erste Thema des Abends war – es darf bei dieser Überschrift nicht fehlen – die Gewerbesteuer. Mit einem Hebesatz von 420 ist Landshut hier zwar an der Spitze der niederbayerischen Städte. Interessanterweise wurde in den Wortbeiträgen nicht stereotyp Entlastung gefordert. Vielmehr bestand Konsens, dass die Attraktivität des Standorts und seiner Infrastruktur als Standortentscheidung wichtiger sind. Wenn etwas geboten wird, darf es auch etwas kosten, lässt sich die Mehrheitsmeinung zusammenfassen. Eine weitere Erhöhung des Hebesatzes wird gleichwohl abgelehnt.

Als nächstes wurde die Frage behandelt, wie Behinderungen durch öffentliche Baustellen verkürzt werden könnten. Die Verkehrssituation wird bereits jetzt als negativer Standortfaktor wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, die Situation nicht dadurch zu verschärfen, dass wichtige Einfallstraßen in kurzem Abstand mehrfach geöffnet werden. Zu prüfen wäre, wie die bestehenden Instrumente zur Koordination verbessert werden könnten.

Weitere Themen des Abends waren das Stadtmarketing, etwa die Schaffung einer Landshut-App nach dem Vorbild von z. B. Salzburg, und die Rolle der Stadt bei der Vermittlung und Entwicklung leerstehender Immobilien in der Innenstadt. Auch im Bereich Digitalisierung muss die Stadt zukünftig mehr tun, um als Wirtschaftsstandort insbesondere für neue Unternehmen attraktiver zu werden.

Nach einer zweistündigen sachlichen Diskussion war zu resümieren, dass keineswegs nur nach weniger Steuern und zugleich immer neuen Projekten gerufen wird. Entscheidend für ein attraktives Wirtschaftsumfeld ist vielmehr eine leistungsfähige Infrastruktur.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Thomas Haslinger

CSU-Kreisvorsitzender